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GESUNDE PFANNE OHNE SCHADSTOFFE UND BESCHICHTUNG

18. Dez. 2024
11 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Eine PFAS-freie Pfanne ist für mich die beste Wahl für gesundes Kochen. Nachdem ich von den möglichen Gesundheitsrisiken von Teflon erfahren hatte, wollte ich eine sichere Alternative finden. Zugegeben, am Anfang war ich überfordert. So viele Materialien, Informationen und Testberichte, wo sollte ich anfangen? Deshalb teile ich hier meine Erfahrungen mit dir. Und ich verspreche dir, es ist gar nicht so kompliziert, wie es zunächst aussieht.


Zwei Frauen kochen gemeinsam in der Küche mit einer Pfanne ohne Beschichtung – gesundes Kochen mit natürlichen Materialien

In diesem Artikel findest du Empfehlungslinks (Affiliate-Links). Wenn du darüber etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision – als Dankeschön für die Zeit und Arbeit, die wir in unsere Recherchen stecken. Für dich bleibt der Preis natürlich gleich.



KURZ & KNAPP  (Stand November 2026)


Pfannen ohne PFAS erkennst du am Material. Edelstahl, Gusseisen, Eisen und Carbonstahl kommen ganz ohne Beschichtung aus und halten bei guter Pflege Jahrzehnte. Keramikbeschichtungen sind PFAS-frei, nutzen sich aber nach ein bis drei Jahren ab. Klassische Antihaftpfannen bestehen meist aus PTFE, also Teflon, und das gehört selbst zu den PFAS, auch wenn „PFOA-frei" auf der Packung steht.


Für fast alles: Edelstahl, zum Beispiel die WMF Profi

Zum scharfen Anbraten: Gusseisen, zum Beispiel die STUR

Für Ei und Pfannkuchen: Keramik, zum Beispiel die Fissler Ceratal

Für Fortgeschrittene: Carbonstahl, zum Beispiel die De Buyer Mineral B


WARUM SIND PFANNEN MIT TEFLON PROBLEMATISCH?


Klassische Antihaftbeschichtungen bestehen meist aus PTFE, besser bekannt als Teflon. PTFE gehört selbst zu den PFAS, einer Gruppe von mehr als 10.000 künstlich hergestellten Fluorchemikalien. Weil sie sich in der Umwelt praktisch nicht abbauen, heißen sie auch Ewigkeitschemikalien.

Wird eine beschichtete Pfanne leer stark überhitzt, können ab etwa 260 °C Dämpfe entstehen, die grippeähnliche Symptome auslösen, das sogenannte Polymerfieber. Bei normalem Gebrauch gilt eine intakte Beschichtung laut Bundesinstitut für Risikobewertung als unbedenklich. Das größere Problem ist, dass PFAS bei Herstellung und Entsorgung in die Umwelt gelangen und dort bleiben.

PFAS stehen im Verdacht, zahlreiche gesundheitliche Probleme zu verursachen, darunter:

  • Hormonelle Störungen: PFAS können das Hormonsystem beeinflussen und die Entwicklung bei Kindern beeinträchtigen.

  • Krebsrisiko: Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen PFAS und bestimmten Krebsarten wie Nieren- und Hodenkrebs hin.

  • Beeinträchtigung des Immunsystems: Sie können die Immunantwort des Körpers schwächen und Impfungen weniger wirksam machen.

  • Leber- und Nierenschäden: PFAS können diese Organe belasten und ihre Funktion beeinträchtigen.

  • Fruchtbarkeitsprobleme: Sowohl bei Männern als auch bei Frauen können PFAS die Fortpflanzungsfähigkeit verringern.


Da PFAS praktisch nicht abbaubar sind, verbleiben sie dauerhaft in der Umwelt und reichern sich in Wasser, Böden, Tieren und letztendlich in uns an. Für zukünftige Generationen bedeutet dies eine andauernde Belastung, die wir durch den Verzicht auf solche Materialien reduzieren können.

WICHTIG:

Lass dich von „PFOA-frei" oder „PFOS-frei" nicht beruhigen. Beide Stoffe sind in der EU ohnehin verboten, und die Pfanne kann trotzdem eine PTFE-Beschichtung haben. Entscheidend ist die Angabe „PFAS-frei" oder „ohne PTFE". Vorsicht auch bei „keramikverstärkt", dahinter steckt meist eine Teflon-Beschichtung mit Keramikpartikeln.



📺 Filmempfehlung: „Vergiftete Wahrheit“ (Dark Waters), 2019

Der Thriller zeigt die wahre Geschichte eines Anwalts, der einen Chemiekonzern verklagt, der PFAS in die Umwelt freigesetzt hat. Spannend und aufrüttelnd – ein Muss für alle, die mehr über die Gefahren dieser „Ewigkeitschemikalien“ erfahren wollen!



WELCHE PFANNE IST OHNE PFAS?


Gesunde Pfannen ohne Beschichtung sind eine tolle Wahl für alle, die beim Kochen auf schädliche Chemikalien verzichten wollen. Doch welches Material ist das beste? Unter den besten Materialien für PFAS-freie Pfannen sind Edelstahl, Gusseisen, Eisen, Carbonstahl und Keramik die Top-Kandidaten. Edelstahl ist robust und rostfrei, Gusseisen speichert Wärme perfekt, Eisen entwickelt mit der Zeit eine natürliche Patina, Carbonstahl vereint die Vorteile von Gusseisen und Edelstahl, und Keramikbeschichtungen sind PFAS-frei und antihaftend, halten aber kürzer.

Jedes dieser Materialien hat seine eigenen Stärken und Schwächen. In den nächsten Absätzen schauen wir uns die Vor- und Nachteile im Detail an, damit du die beste Wahl für deine Küche treffen kannst.


Material

Gut für

Darauf achten

Edelstahl

Anbraten, Saures, fast alles

braucht etwas Fett und die richtige Hitze

Gusseisen

scharfes Anbraten, Ofengerichte

schwer, einbrennen, keine Säure

Eisen und Carbonstahl

Bratkartoffeln, Steak, Gemüse

einbrennen, rostet ohne Pflege

Keramikbeschichtung

Ei, Pfannkuchen, wenig Fett

hält ein bis drei Jahre, keine hohe Hitze

Emailliertes Gusseisen

Schmoren, Saures

schwer, Emaille kann abplatzen


Die Lodge- und die STUR-Gusseisenpfanne haben wir selbst gekauft. Unsere Edelstahlpfanne ist ein Erbstück, eine Spring Goldstar aus der Schweiz. Sie hat keine Beschichtung, die sich abnutzen könnte, und funktioniert nach Jahrzehnten noch wie am ersten Tag. Die anderen Pfannen habe ich anhand von Material, Herstellerangaben und unabhängigen Tests ausgewählt.



EDELSTAHLPFANNE OHNE BESCHICHTUNG


Vorteile:

  • Robust und langlebig: Edelstahl ist nahezu unzerstörbar und rostet nicht.

  • Leicht zu reinigen: Besonders bei Modellen mit polierter Oberfläche.

  • Geschmacksneutral: Beeinflusst den Geschmack von Lebensmitteln nicht.


Nachteile:

  • Erfordert Fett oder Öl, um ein Ankleben zu verhindern.

  • Nicht ideal für empfindliche Speisen wie Eier oder Fisch, da sie schneller anhaften.



Edelstahlpfannen ohne Beschichtung richtig nutzen


Viele schrecken davor zurück, eine Edelstahlpfanne zu verwenden, weil sie keine Antihaftbeschichtung hat. Dabei kann man das Anbrennen mit der richtigen Technik, etwas Übung und einem kleinen bisschen Öl problemlos vermeiden. Übrigens: Du brauchst dafür keine großen Mengen Öl, wie oft behauptet wird.


So geht's: Erhitze die Pfanne zunächst ohne Fett für etwa 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze (ca. 2/3 der Herdleistung). Ob die richtige Temperatur erreicht ist, zeigt der Wassertropfentest: Gib ein paar Tropfen Wasser in die Pfanne. Wenn sie zischen und verdampfen, ist die Pfanne noch nicht heiß genug. Sobald die Tropfen „tanzen“ und wie kleine Perlen über die Pfanne springen, ist die Temperatur ideal.

Entferne dann das Wasser, gib ein wenig Öl in die Pfanne und schwenke sie, bis der Boden gleichmäßig mit einem dünnen Ölfilm bedeckt ist. Jetzt kannst du Fleisch, Gemüse oder alles, was du möchtest, hinzufügen – und ohne Probleme anbraten.



Meine persönliche Empfehlung:


Alle empfohlenen Pfannen sind vielseitig einsetzbar: Sie eignen sich für alle Herdarten, einschließlich Induktion, sind spülmaschinen- und backofengeeignet, pflegeleicht und für ihre Langlebigkeit bekannt.



PFAS-freie Edelstahlpfanne von WMF ohne Beschichtung, ideal für gesundes Braten
Foto: WMF

Ein bewährter Klassiker für die tägliche Küche.

Die Pfanne ist spülmaschinenfest, backofengeeignet und passt dank TransTherm®-Boden auf alle Herdarten.

Sie kommt komplett ohne Beschichtung aus und hält viel aus – auch hohe Temperaturen.

Was uns gefällt: Sie ist solide, formstabil und sieht auch nach Jahren noch hochwertig aus.





Silberthal PFAS-freie Edelstahlpfanne ohne Beschichtung mit Zettelanhänger für alle Herdarten
Foto: Silberthal

Für alle, die eine unkomplizierte und langlebige Pfanne ohne Beschichtung suchen.

Die Verarbeitung ist hochwertig, der Boden dick und plan – das sorgt für gleichmäßige Hitzeverteilung.

Sie funktioniert auf allen Herdarten, auch Induktion, und lässt sich leicht reinigen.

Besonders im Alltag praktisch: kein Kunststoff, kein Beschichtungsabrieb – einfach Edelstahl pur.





Tefal PFAS-freie Pfanne aus Edelstahl ohne Beschichtung für induktionsgeeignete Nutzung
Foto: Tefal

Wer eine bezahlbare Edelstahlpfanne mit gutem Handling sucht, wird hier fündig.

Die Pfanne ist beschichtungsfrei, aber dennoch angenehm in der Nutzung – dank ihrer leicht strukturierten Oberfläche.

Der ergonomische Griff bleibt kühl, und der Boden verteilt die Hitze zuverlässig.

Ein guter Einstieg für alle, die sich vom Teflon verabschieden wollen.





Tefal PFAS-freie Pfanne aus Edelstahl ohne Beschichtung für induktionsgeeignete Nutzung
Foto: Schulte-Ufer

Eine Edelstahlpfanne ohne Beschichtung, die trotzdem antihaftend wird. Bei der Herstellung wird die Oberfläche mit einem Hitzeverfahren strukturiert, dabei entsteht unter anderem Eisenoxid. Mit etwas Öl entsteht dann die Antihaftwirkung. Schulte-Ufer hat mir auf Anfrage schriftlich bestätigt, dass die Pfannen frei von PFAS PTFE, BPA, Blei und Cadmium. Eine gute Wahl für alle, die Edelstahl mögen und sich beim Spiegelei etwas Unterstützung wünschen.



Modell

Material

Besonderheiten

WMF Profi

Cromargan 18/10

Backofen bis 250 °C

Tefal Virtuoso

Edelstahl, unversiegelt

Backofen bis 400 °C

Silberthal

Edelstahl mit Aluminiumkern

Backofen bis 250 °C

Schulte-Ufer Astral

Edelstahl mit UniverSUS-Struktur, unbeschichtet

Backofen bis 500 °C, spülmaschinenfest



GUSSEISENPFANNEN OHNE SCHADSTOFFE


Gusseiserne Pfanne ohne Beschichtung mit knusprig gebratenen Bratwürsten – eine gesunde Alternative zu beschichteten Pfannen.

Vorteile:

  • Natürlich antihaftend: Nach dem Einbrennen bildet sich eine Patina, die eine natürliche Antihaftwirkung bietet.

  • Hitzebeständig: Perfekt für hohe Temperaturen und Backofengerichte.

  • Langlebig: Richtig gepflegt, halten Gusseisenpfannen ein Leben lang.


Nachteile:

  • Schwer: Gusseisenpfannen können deutlich mehr wiegen als andere Pfannen.

  • Wartungsintensiv: Regelmäßiges Einölen ist notwendig, um Rost zu verhindern.

  • Reinigungsaufwand: Nicht spülmaschinengeeignet und erfordert oft Handarbeit bei der Reinigung.



Für eine schöne Patina solltest du eine Gusseisenpfanne vor dem ersten Gebrauch nach den Angaben des Herstellers einbrennen, falls das nicht schon im Werk passiert ist. Dieser Vorgang sorgt für eine natürliche Antihaftschicht und schützt die Pfanne vor Rost. Zum Einbrennen wird die Pfanne mit einem hitzebeständigen Öl (z. B. Leinöl) dünn eingerieben und auf hoher Temperatur im Backofen oder auf dem Herd erhitzt, bis das Öl polymerisiert. Diesen Vorgang wiederholt man mehrmals, um eine stabile Patina aufzubauen.



Meine persönliche Empfehlung:


Öko-Test hat 2024 Gusseisenpfannen geprüft. Bei einigen Modellen gingen Metalle wie Chrom, Mangan oder Vanadium in die Speisen über, teils mehr, als der Europarat empfiehlt. Etwas Eisen gibt jede Gusseisenpfanne ab, das gilt als unbedenklich. Ich empfehle deshalb nur Pfannen, die im Test gut abgeschnitten haben oder von Herstellern mit langer Erfahrung stammen.


Die empfohlenen Pfannen sind für alle Herdarten, einschließlich Induktion, geeignet. Um ihre Langlebigkeit zu gewährleisten, empfiehlt sich jedoch die manuelle Reinigung. Kein Spülmittel, keine Säure! Nach dem Braten einfach mit Küchenkrepp auswischen oder mit warmem Wasser ohne Spülmittel reinigen. Angebranntes kurz einweichen, aber nicht lange stehen lassen. Danach stets gut abtrocknen, um Rost zu vermeiden. Säurehaltige Lebensmittel wie Tomaten oder Wein können die Patina angreifen – besser meiden oder eine gut eingebrannte bzw. emaillierte Pfanne nutzen.




PFAS-freie Gusseisenpfanne von STAUB ohne Beschichtung, ideal zum scharfen Anbraten
Foto: Stur

Wir empfehlen die STUR Gusseisenpfanne, weil sie in den Labortests (ÖKO-TEST) keine bedenklichen Mengen an Schwermetallen abgab. Sie überzeugt zudem durch ihre hochwertige Verarbeitung „Made in Germany“, ist bereits eingebrannt und sofort einsatzbereit, bietet eine hervorragende Wärmespeicherung und -verteilung und gilt bei richtiger Pflege als nahezu unverwüstlich – eine sichere, langlebige Wahl für Generationen.



Die STUR Pfanne nutzen wir selbst im Alltag. Unsere Erfahrungen liest du im STUR Test.




Naturbelassene PFAS-freie Gusseisenpfanne von Skeppshult aus Schweden ohne Beschichtung und Chemie
Foto: Lodge

Die Lodge Gusseisenpfanne gilt als klassischer Allrounder aus den USA und hat sich in Tests durch ihre Unbedenklichkeit hervorgetan: Sie gibt zwar etwas Eisen ab, jedoch keine relevanten Mengen anderer Schwermetalle wie Chrom, Mangan oder Arsen. Seit über 120 Jahren fertigt Lodge massives, unbeschichtetes Gusseisen, das bereits eingebrannt ist, Hitze gleichmäßig speichert und verteilt und bei guter Pflege ein Leben lang hält und das Ganze zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.




PFAS-freie Gusseisenpfanne von STAUB ohne Beschichtung, ideal zum scharfen Anbraten
Foto: Staub

Diese Gusseisenpfanne ist innen emailliert – das macht sie pflegeleichter und optisch besonders edel.

Sie eignet sich sowohl zum Braten als auch zum Backen und Servieren.

Die Wärmeverteilung ist gleichmäßig, die Oberfläche kratzfest und langlebig.

Ideal für alle, die Gusseisen wollen – aber ohne Einbrennen und mit einfacher Reinigung.





Naturbelassene PFAS-freie Gusseisenpfanne von Skeppshult aus Schweden ohne Beschichtung und Chemie
Foto: Skeppshult

Eine echte Gusseisenpfanne aus Schweden – massiv, schwer und fast unverwüstlich.

Sie speichert Hitze wie kaum eine andere Pfanne und eignet sich perfekt zum scharfen Anbraten.

Wir lieben, dass sie komplett naturbelassen ist – keine Beschichtung, keine Chemie.

Sie braucht etwas Pflege (Ölen, nicht in die Spülmaschine), aber dafür hält sie ein Leben lang.




Modell

Material

Besonderheiten

STUR

Gusseisen, eingebrannt

aus Deutschland

Lodge

Gusseisen, eingebrannt

aus den USA, günstig

Staub

Gusseisen, innen emailliert

säurefest, kein Einbrennen

Skeppshult

Gusseisen, naturbelassen

aus Schweden


SIND KERAMIKPFANNEN GESUND?


Ja, eine intakte Keramikbeschichtung gilt als unbedenklich. Sie besteht meist aus einem Sol-Gel auf Siliziumbasis und enthält kein PTFE. Der Nachteil ist die Haltbarkeit, nach ein bis drei Jahren lässt die Antihaftwirkung oft nach. Achte darauf, dass wirklich „PFAS-frei“ draufsteht, denn „keramikverstärkt“ bedeutet meist Teflon mit Keramikpartikeln.


Vorteile:

  • Leicht zu reinigen: Die glatte Oberfläche macht die Reinigung einfach, oft genügt ein feuchtes Tuch.

  • Optisch ansprechend: Keramikpfannen gibt es in vielen Farben und Designs.

  • Vielseitig: Geeignet für schonendes Garen und Braten bei mittleren Temperaturen.


Nachteile:

  • Empfindlichkeit: Die Beschichtung kann mit der Zeit abnutzen, insbesondere bei Verwendung von Metallutensilien.

  • Nicht für hohe Temperaturen: Keramikpfannen eignen sich besser für mittlere Temperaturen und weniger für scharfes Anbraten.


Was hinter Begriffen wie Sol-Gel und Thermolon steckt und wie sicher Keramik wirklich ist, liest du in meinem Artikel über keramische Antihaftbeschichtung.


Meine persönliche Empfehlung:


Diese Pfanne ist für alle Herdarten, einschließlich Induktion, geeignet. Für eine längere Lebensdauer wird jedoch die manuelle Reinigung empfohlen.



PFAS-freie Fissle Ceratal Keramikpfanne
Foto: Fissler

Fissler stellt sie laut eigenen Angaben ohne PFAS und PTFE her, und zwar in Deutschland.

Sie ist leicht, handlich und sofort einsatzbereit – keine Vorbereitung nötig. Ideal für empfindlichere Speisen wie Gemüse oder Ei, solange man sie nicht zu stark erhitzt.

Gut für alle, die eine Alternative zu klassisch beschichteten Pfannen suchen – ohne Teflon, aber mit Komfort.





EISENPFANNE UND CARBONSTAHLPFANNE


Eisenpfannen und Carbonstahlpfannen bieten ähnliche Eigenschaften und Vorteile, da sie beide hauptsächlich aus Eisen bestehen. Sie sind ideal für gesundes und vielseitiges Kochen, erfordern jedoch etwas Pflege.


Knusprige Kartoffelrösti in einer Pfanne ohne Beschichtung – gesundes Braten ohne schädliche Chemikalien.

Vorteile:

  • Natürliche Antihaftwirkung: Beide Pfannen entwickeln durch Einbrennen eine Patina, die eine natürliche Antihaftschicht bildet.

  • Hitzebeständig: Perfekt für hohe Temperaturen, geeignet für Herd, Backofen und Grill.

  • Leichter als Gusseisen: Besonders Carbonstahlpfannen sind einfacher in der Handhabung, bieten aber eine ähnliche Leistung.

  • Vielseitigkeit: Ideal für scharfes Anbraten, langsames Garen oder sogar das Backen von Brot.


Nachteile:

  • Pflegeintensiv: Regelmäßiges Einbrennen und Einölen sind notwendig, um Rost zu vermeiden und die Antihaftwirkung zu erhalten.

  • Korrosionsanfällig: Wenn sie nicht richtig getrocknet oder gepflegt werden, können sie leicht rosten.


Diese Pfannen vereinen die Vorteile von Gusseisen und Edelstahl und sind eine langlebige und schadstofffreie Wahl für jeden Kochstil. Die Wahl zwischen Eisen- und Carbonstahl hängt vor allem von persönlichen Vorlieben und Anforderungen ab – Carbonstahl ist etwas leichter, Eisenpfannen dafür robuster.



Meine persönliche Empfehlung:


PFAS-freie Turk Eisenpfannne
Foto: Turk

Diese Pfanne wird in Deutschland geschmiedet – aus einem Stück Eisen, ohne Schrauben oder Beschichtung.

Sie ist rustikal, ursprünglich und extrem hitzebeständig.

Wer sich an Einbrennen und Handpflege nicht stört, bekommt hier eine Pfanne, die Jahrzehnte überdauert.

Perfekt für alle, die Wert auf Handarbeit und echte Qualität legen.




PFAS-freie Pfanne aus Carbonstahl
Foto: De Buyer

Eine echte Profi-Pfanne aus natürlichem Carbonstahl. Sie entwickelt mit der Zeit eine Patina – eine natürliche Antihaftschicht, die umso besser wird, je mehr man sie nutzt.

Am Anfang etwas pflegeintensiv (Einbrennen, Ölen), aber auf Dauer eine der besten Lösungen ohne Beschichtung. Besonders für Fleisch, Rösti oder Bratkartoffeln ein Traum.




Modell

Material

Besonderheiten

Turk 65528

geschmiedetes Eisen, aus einem Stück

aus Deutschland, 10 Jahre Garantie

De Buyer Mineral B

Carbonstahl mit Bienenwachs

aus Frankreich, 10 Jahre Garantie


SO NUTZEN WIR UNSERE PFANNEN IM ALLTAG


Wenn du oft Saures kochst, etwa Tomatensoße oder Gerichte mit Essig oder Wein, sind Edelstahl und Emaille die beste Wahl. Edelstahl reagiert kaum mit Säure, lass saure Speisen aber nicht über Nacht in der Pfanne stehen. Emaillierte Pfannen verbinden die Vorteile von Gusseisen mit einer glatten, säurefesten Oberfläche. Gusseisen, Eisen und Carbonstahl mögen Säure dagegen nicht, sie greift die Patina an.

Zu Hause verwenden wir sowohl unsere Edelstahl- als auch unsere Gusseisenpfanne und beide haben ihre Vorzüge. Die Gusseisenpfanne ist super, wenn wir Fleisch schön saftig und knusprig braten möchten – sie gibt eine tolle Kruste und hält die Hitze gleichmäßig. Mit der Edelstahlpfanne machen wir sogar Spiegeleier, und bei der richtigen Technik, genug Hitze und ein bisschen Öl, bleiben sie überhaupt nicht kleben. Das Reinigen ist auch echt easy: Ein bisschen warmes Wasser, eventuell Backpulver als Reiniger, und schon ist sie wieder blitzblank. Beide Pfannen ohne Beschichtung haben sich in unserem Alltag bewährt und sind echte giftfreie Alternativen zu beschichteten Pfannen. Die Gusseisenpfanne braucht zwar etwas mehr Pflege mit dem Einbrennen, aber das lohnt sich. Mal brauchen wir die eine, mal die andere Pfanne – je nachdem, was wir gerade kochen.


Wenn du dich für gesunde Pfannen ohne Beschichtung interessierst, könnte dich auch unser Artikel über eine nachhaltige Küche und schadstofffreie Küchenutensilien interessieren. Dort erfährst du, wie du deine Küche noch umweltfreundlicher und gesünder gestalten kannst.


Egal ob Edelstahl, Gusseisen oder Keramik, der Wechsel zu einer Pfanne ohne PFAS lohnt sich. Du musst dafür nicht die ganze Küche auf einmal austauschen. Ersetze deine beschichtete Pfanne, wenn sie zerkratzt ist oder die Beschichtung blättert.



FAQs

Was sind PFAS und warum sollte ich sie vermeiden?

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind synthetische Chemikalien, die in vielen Produkten verwendet werden, da sie wasser- und fettabweisend sind. Sie können sich im Körper anreichern und gesundheitsschädlich sein, da sie mit Hormonstörungen, geschwächtem Immunsystem, Krebs, Fortpflanzungsproblemen und erhöhtem Cholesterinspiegel in Verbindung gebracht werden. Außerdem sind diese Stoffe biologisch schwer abbaubar.

Alternativen sind Pfannen mit Keramikbeschichtung, aus Edelstahl, Gusseisen, Carbonstahl, Eisen oder emaillierten Materialien. Diese Materialien sind sicher und bieten gute Kochergebnisse ohne schädliche Chemikalien.

Klassische Antihaftpfannen enthalten fast immer PTFE und damit PFAS. Achte beim Kauf auf „PFAS-frei" oder „ohne PTFE", „PFOA-frei" allein reicht nicht. Vorsicht bei „keramikverstärkt", dahinter steckt meist Teflon. Im Zweifel frag direkt beim Hersteller nach.

Nimm Wender aus Holz oder Silikon, heize leere Pfannen nicht zu stark auf und spüle von Hand. Gusseisen und Eisen nach dem Spülen gut abtrocknen und dünn einölen.


Das hängt vom Modell ab, nicht von der Marke. Viele Hersteller verkaufen beides. Klassische Antihaftpfannen haben meist eine PTFE-Beschichtung, daneben gibt es Serien aus Edelstahl oder mit Keramik, etwa die WMF Profi, die Tefal Virtuoso oder die Zwilling Pure. Achte auf „PFAS-frei" oder „ohne PTFE" in der Produktbeschreibung.

Nicht unbedingt. „Titanpfanne“ ist kein geschützter Begriff. Die meisten Titanpfannen haben eine Teflon-Beschichtung, in die nur Titanpartikel gemischt sind, und enthalten damit PFAS. Daneben gibt es Edelstahlpfannen mit Titan-Oberfläche und Pfannen aus reinem Titan. Diese sind PFAS-frei, unabhängige Tests gibt es aber kaum, und reines Titan verteilt die Hitze schlecht. Achte auch hier auf „PFAS-frei“ oder „ohne PTFE“ und frag im Zweifel beim Hersteller nach.



QUELLEN:



2 Kommentare


RX
17. Aug.

Hallo,

vielen Dank für die wichtigen Infos. Gleichzeitig vermisse ich hier die Pfannen von Schulte und Ufer mit der UniverSUS Oberflächenstruktur, die auch ohne Beschichtung auskommen und sehr gut beim Kochen sind und so gut wie nie haften


Freundliche Grüße

Bearbeitet
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Romana Korchmar
Romana Korchmar
28. Sept.
Antwort an

Hallo und vielen Dank für den Hinweis!

Die UniverSUS-Pfannen von Schulte-Ufer hatte ich tatsächlich noch nicht auf dem Schirm. Laut Hersteller sind sie PFAS- und PTFE-frei, der Antihaft-Effekt entsteht durch eine spezielle Oberflächenstruktur, in die sich etwas Öl einlagert.

Bevor ich sie im Artikel empfehle, möchte ich allerdings noch genauer verstehen, woraus diese Struktur besteht und wie sie aufgebracht wird. Dazu habe ich bei Schulte-Ufer nachgefragt. Sobald ich eine Antwort habe, ergänze ich den Artikel.

Romana

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