WARTMANN WM-2110 DH IM TEST - DÖRRAUTOMAT AUS EDELSTAHL OHNE PLASTIK
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Aktualisiert: vor 2 Tagen
Einen Dörrautomaten wollte ich mir schon länger zulegen, letztes Jahr hatte ich sogar schon recherchiert, worauf es bei einem Dörrautomaten ohne Plastik ankommt. Nur war ich mir nie sicher: Brauche ich das wirklich, oder steht am Ende bloß ein weiteres Gerät ungenutzt herum?
Der Anstoß kam dann aus dem Garten: ein großer Kirschbaum, ein Pflaumenbaum, gerade noch ein paar Bäume dazu. Jedes Jahr dieselbe Frage: wohin mit der Ernte, bevor die Hälfte schlecht wird?
Also habe ich ihn bestellt: den Wartmann WM-2110 DH mit Edelstahl statt Plastik-Etagen, präziser Temperaturregelung, kein Schnickschnack. Zu Sommerbeginn hat sich das schon gelohnt: Es ist so einfach, sich damit gesunde Snacks zu trocknen und ich weiß genau, was drinsteckt.
Vier Wochen lang habe ich ihn auf Herz und Nieren getestet: Gemüsebrühe-Pulver, Apfelchips, getrocknete Kirschen, Fruchtleder und sogar Beef Jerky. Ob der Wartmann WM-2110 DH im Test hält, was Edelstahl verspricht, liest du hier, mit allen Rezepten zum Nachmachen.

WARUM ÜBERHAUPT SELBST DÖRREN?
Ehrlich gesagt war ich am Anfang verwirrt: Im Laden steht „gefriergetrocknet" gleich neben „getrocknet" - und ich wusste weder, was der Unterschied ist, noch was davon ich überhaupt selbst hinbekomme.
Kurzfassung:
Gefriergetrocknet (Lyophilisation) heißt, das Obst wird gefroren worauf ihm im Vakuum das Wasser entzogen wird - kalt und schonend, Farbe und Vitamine bleiben fast komplett erhalten (das sind die knallbunten Erdbeerstückchen aus dem Müsli). Dafür braucht man teure Vakuumgeräte.
Normal getrocknet (also gedörrt) heißt: Warme Luft entzieht über Stunden das Wasser, das Obst wird dunkler und zäher. Das ist die uralte Methode und genau die verwendet mein Dörrautomat.
Der eigentliche Punkt ist sowieso ein anderer: Egal welche Methode, selbst gemacht kommt mein Obst ohne Schwefel und ohne Zusätze aus. Beim Gekauften Trockengut steckt das Problem nämlich in der Verarbeitung.
Geschwefelt, gezuckert, geölt. Bei uns landen am häufigsten getrocknete Äpfel, Mangos und Pflaumen im Einkaufskorb. Helle Früchte wie Apfelringe werden oft geschwefelt, damit sie hell bleiben: in der Zutatenliste als E220 (Schwefeldioxid) oder Sulfite (E221–E228). Pflaumen sind ohnehin dunkel, da stecken eher Konservierungsstoffe wie Sorbinsäure (E200) oder zugesetzter Zucker drin. Und exotisches Obst wie Mango wird gern doppelt behandelt: geschwefelt und gezuckert.
Für viele ist das harmlos, aber nicht für alle: Schwefeldioxid kann bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden auslösen, bei Asthmatikern sogar einen Anfall, und es zerstört Vitamin B1 und Folsäure. Dabei ist die Schwefelung laut Verbraucherzentrale gar nicht nötig, Trockenobst hält durch seinen niedrigen Wassergehalt von allein.
Selbst dörren heißt: keine unnötigen Zutaten. Mango ist dann Mango, Apfel ist Apfel. Kein E-Nummern-Bingo, kein versteckter Zucker, keine frittierten Tüten-Chips, keine Plastikverpackung. Nebenbei rette nebenbei ich auch noch das, was sonst Gefahr läuft in der Tonne zu landen. Ein Zaubertrick ist Dörren trotzdem nicht: Etwas Vitamin C geht über die lange Trocknung verloren. Was bleibt, sind Ballaststoffe, Mineralstoffe, konzentrierter Geschmack und die Kontrolle darüber, was drin ist. Mir reicht das.
WORAUF ICH BEI EINEM DÖRRAUTOMATEN ACHTE
Bevor wir zum Gerät kommen, zunächstg zu meinen zwei Kriterien wegen der ich mich letzten Endes für den Wartmann entschieden habe:
1. Plastikfrei: und zwar überall, nicht nur die Tabletts. Mein wichtigster Punkt und der Grund, warum die meisten günstigen Geräte durchfallen: Oft nicht nur das Tablett aus Kunststoff, sondern auch Gehäuse und Tür und durch genau dieses Plastik zirkuliert stundenlang die warme Luft, in der dein Essen liegt. Hitze, lange Kontaktzeit, teils säurehaltiges Obst – die Kombination mag ich nicht. Für mich heißt das: Gehäuse, Tür und Einschübe aus Metall und Glas, nicht aus Kunststoff.
2. Präziser, niedriger Temperaturbereich. Kräuter und Rohkost wollen niedrige Temperaturen (unter 42 °C), Gemüsechips dürfen heißer. Ein Gerät, das nur „an/aus" oder grobe Stufen kann, ist mir zu ungenau.
Der Wartmann WM-2110 DH im Überblick
Warum gerade dieser? Weil er mein Kriterium Nummer eins ohne Diskussion erfüllt: Das Gerät ist bis auf Elektronik und Netzkabel komplett aus Edelstahl. Selbst die zehn Einschübe, auf denen das Essen stundenlang liegt, sind aus lebensmittelechtem Edelstahl (Typ 304/18-8) und sogar das Krümelfach ganz unten, das Tropfen und Krümel auffängt, ist aus Edelstahl. Kein Plastikteil weit und breit.
Die wichtigsten Daten:
Wartmann WM-2110 DH | |
Material | Edelstahl (außer Elektronik & Netzkabel), inkl. aller 10 Einschübe |
Etagen | 10 Edelstahl-Einschübe, ca. 30 × 28 cm, 3 cm Abstand |
Dörrfläche | ca. 0,8–0,98 m² |
Temperatur | 25–90 °C, gradgenau einstellbar |
Leistung | 800 Watt |
Steuerung | digitales Touch-Bedienfeld vorne, Timer |
Luftstrom | horizontal, Lüfter an der Rückseite |
Extras | Glastür, zuschaltbare Innenbeleuchtung, doppelwandige Isolierung |
Stromverbrauch | ca. 6,9 kWh in 24 h bei voller Belegung (Herstellerangabe, ca. 25 % weniger als ein Umluft-Ofen) |
Gewicht | 9,6 kg |
Was mir auf dem Papier schon gefallen hat: der weite Temperaturbereich ab 25 °C (echte Rohkost-Tauglichkeit), die Glastür (man sieht rein, ohne aufzumachen und Wärme rauszulassen) und die 3 cm Etagenabstand – da passen auch dickere Sachen rein, ohne dass man Einschübe rausnehmen muss.
MEINE EINDRÜCKE VOM DÖRRAUTOMATEN WARTMANN
Bedienung: Das Touch-Feld sitzt vorne, also kommst du auch dran, wenn das Gerät weiter hinten auf der Arbeitsplatte steht. Die Bedienung ist ganz intuitiv, auch ohne Anleitung: Temperatur und Zeit eingeben, fertig. Die Temperatur lässt sich gradgenau von 25 bis 90 °C einstellen, die Zeit in 30-Minuten-Schritten. Das Einzige, was ein bisschen nervt, ist das Piepsen.
Reinigung: Edelstahl-Einschübe sind hier der große Vorteil. Das Abspülen klappt gut mit einer Holzbürste – bis jetzt waren sie aber ohnehin nie richtig schmutzig. Falls doch mal mehr dran ist: Einschübe und Krümelfach sind auch spülmaschinenfest.
Lautstärke: Der Lüfter sitzt hinten und ist angenehm leise. Wir hatten ihn nachts in der Küche laufen, und gestört hat er uns nicht. In einem kleineren Apartment oder direkt im selben Zimmer kann das aber anders sein.
Strom: Der Hersteller gibt rund 6,9 kWh in 24 Stunden bei voller Belegung an und wirbt mit etwa 25 % Ersparnis gegenüber dem Umluft-Ofen. Praktisch: Mit dem Hauptschalter an der Rückseite trennst du das Gerät komplett vom Netz, kein Standby.
Das hat mir gefallen:
Komplett Edelstahl, inklusive aller Einschübe – kein Plastik am Dörrgut
Weiter Temperaturbereich ab 25 °C, gradgenau (echt rohkosttauglich)
Viel Fläche, dickere Sachen passen dank 3 cm Abstand rein
Glastür mit zuschaltbarem Licht: reinschauen ohne Wärmeverlust (per Taste das Innenlicht einschalten und alles noch besser sehen)
Komplett vom Netz trennbar
Das sollte man wissen:
Mit 9,6 kg und der Größe kein Gerät für die Schublade. Einen festen Platz auf der Arbeitsplatte braucht es bei uns aber nicht – wir lagern ihn in der Speisekammer und holen ihn raus, wenn wir ihn brauchen
Für Fruchtleder brauchst du eine Unterlage (Backpapier), die ist nicht dabei
Dörren dauert generell lange – das ist normal, aber man sollte es einplanen
DER PRAXISTEST: 5 REZEPTE
Ich habe den Wartmann bewusst mit fünf verschiedenen Sachen getestet, weil jede etwas anderes vom Gerät verlangt: gleichmäßiges Trocknen, Knusprigkeit, niedrige Rohkost-Temperatur, das saubere Durchtrocknen für Pulver. Quer durch den Vorratsschrank und den Tiefkühler, also genau das, was bei mir gerade da war.
Test 1: Gemüsebrühe-Pulver mit Liebstöckel
Mein erster Test und für mich der eigentliche Grund, warum so ein Gerät bei mir bleiben darf. Gekaufte Gemüsebrühe ist nämlich oft eine Wundertüte aus Hefeextrakt, Palmfett, Zucker, Aromen und vor allem sehr viel Salz. Selbst gemacht ist es: Gemüse. Punkt.


Du brauchst:
1 Knollensellerie
4–5 Karotten
1 Bund Liebstöckel (das „Maggikraut" – gibt den typischen Brüh-Geschmack)
optional: Salz nach Geschmack, dazu was der Garten hergibt (Petersilie, Zwiebel, Lauch)
So geht's: Sellerie und Karotten schälen und dünn schneiden (je dünner, desto schneller trocknen sie). Beim Liebstöckel die Blätter von den Stielen zupfen. Ich schiebe zuerst alles zusammen bei niedriger Temperatur ein: Der Liebstöckel ist bei höchstens 40 °C schon nach 2–4 Stunden fertig, den nehme ich dann raus. Das Gemüse darf danach bei 55–65 °C weiter, bis es glashart ist (je nach Dicke 5–8 Stunden). Wichtig: erst mahlen, wenn alles knochentrocken ist - sonst klumpt das Pulver und kann schimmeln. Dann im Mixer fein mahlen und mit Salz abschmecken.
Und es hat auf Anhieb geklappt. Den Unterschied merke ich vor allem im Kopf: Bei der gekauften Brühe wusste ich nie so genau, was ich da ins Essen rühre, jetzt weiß ich es ganz genau. Genau dafür steht der Automat bei mir.
Test 2: Apfelchips

Der unkomplizierte Dauerläufer und ein guter Alltagstest fürs gleichmäßige Trocknen. Bei uns lagen noch ein paar vergessene Äpfel herum, schon leicht schrumpelig - perfekt zum Wegdörren, statt sie wegzuwerfen.
Du brauchst:
5-8 Äpfel
optional: Saft einer halben Zitrone in etwas Wasser (gegen das Braunwerden), Zimt
So geht's: Äpfel in 3–4 mm dünne Ringe oder Scheiben schneiden (mit Kerngehäuse-Ausstecher werden's hübsche Ringe). Wer mag, kurz ins Zitronenwasser tauchen, damit sie hell bleiben, und mit Zimt bestäuben. Bei 50–60 °C ca. 6–10 Stunden trocknen – ledrig-biegsam für Snack-Ringe, länger für richtig knusprige Chips.
Mein Ergebnis: Bei mir hat es gute 8 Stunden gedauert. Zum Testen habe ich die meisten Ringe mit Zitronensaft gemacht, aber bewusst zwei Einschübe ohne - einfach zum Vergleich. Der Unterschied war ehrlich gesagt nicht groß.
Test 3: Fruchtleder aus Kirschen, Johannisbeeren, Banane & Erdbeere
Mein eigener Tiefkühler-Aufräum-Test: Die gefrorenen Johannisbeeren mussten weg, und herb-fruchtig passt für mich besser als reine Süße. Erdbeeren und Kirschen haben wir gerade reichlich aus dem Garten - die bringen Süße und eine schöne dunkelrote Farbe. Die Banane bindet das Ganze und süßt zusätzlich, ganz ohne Zucker.

Du brauchst:
250 g gefrorene Johannisbeeren (angetaut)
200 g Kirschen
1 reife Banane
150 g Erdbeeren (frisch oder TK)
So geht's: Alles im Mixer fein pürieren, wer ein ganz glattes Leder will, streicht es vorher durch ein Sieb (Johannisbeeren und Kirschen haben kleine Kerne). Etwa 3-4 mm dünn auf Backpapier ausstreichen und bei 50 °C ca. 8-12 Stunden trocknen, bis es ledrig, aber biegsam ist. In Streifen schneiden und aufrollen.
Backpapier statt Folie: Das ist die einzige Stelle im Test, an der ich überhaupt eine Unterlage brauche. Ich nehme ungebleichtes Backpapier ohne PFAS - eine komplett plastikfreie Alternative habe ich bisher nicht gefunden. Falls du eine kennst, schreib sie mir gern.
Mein Ergebnis: Gesiebt habe ich nicht, die kleinen Kerne stören uns nicht. Insgesamt hat es etwa 8 Stunden gebraucht. Mein Sohn hat am Ende fleißig geholfen: das Fruchtleder vom Papier abzuziehen und aufzurollen hat ihm sichtlich Spaß gemacht. Und jetzt verschwindet ein Röllchen nach dem anderen: Er nascht sie für sein Leben gern, und ich bin froh, dass ich keine gekauften Fruchtsnacks mehr nachkaufen muss.
Test 4: Getrocknete Kirschen

Da bei uns der große Kirschbaum steht, lag das nahe, auch wenn es ehrlich gesagt nicht mein Lieblingsprojekt ist. Das Ergebnis macht es aber wett: getrocknete Kirschen sind wie kleine Bonbons, nur eben ohne alles. Perfekt fürs Müsli, zum Backen oder als Ersatz für Rosinen.
Du brauchst:
Kirschen, Süß- oder Sauerkirschen (so viel der Baum hergibt)
So geht's: Kirschen entkernen (ein Kirschentkerner spart hier echt Nerven, bei mir klappt es aber perfekt mit einem Metall-Strohhalm: einfach durch die Kirsche drücken, der Kern springt hinten raus.) Dann halbieren, damit sie schneller durchtrocknen, und mit der Schnittfläche nach oben auf die Gitter legen. Bei 55 °C ca. 10–18 Stunden trocknen, bis sie ledrig-zäh sind wie Rosinen, aber nicht hart. Kirschen haben viel Zucker und Saft, das dauert also seine Zeit. Tipp: Zum Schluss ein paar Tage locker in einem Glas „nachreifen" lassen und täglich kurz durchschütteln – so verteilt sich die Restfeuchte gleichmäßig und nichts schimmelt.
Mein Ergebnis: Bei uns hat es lange gedauert - gute 16 Stunden. Das Nervigste ist aber gar nicht die Zeit, sondern das endlose Entkernen, das zieht sich ewig. Trotzdem lohnt es sich: Der Kleine nimmt sich die getrockneten Kirschen jetzt fast täglich in seinen Joghurt.
Test 5: Beef Jerky

Der herzhafte Test und der, bei dem es auf Sorgfalt ankommt. Gekauftes Jerky ist oft eine Mischung aus Nitritpökelsalz, viel Zucker, Sojasauce und Geschmacksverstärkern. Selbst gemacht weiß ich genau, welches Fleisch und welche Marinade drinstecken.
Du brauchst:
ca. 500–600 g mageres Rindfleisch, möglichst ohne Fett (Fett wird beim Lagern ranzig). Ich habe dünne Rindermedaillons bzw. Steaks genommen
Marinade nach Geschmack, z. B. Sojasauce oder Tamari, Knoblauch, Pfeffer, Paprika (ohne zugesetzten Zucker)
So geht's: Das Fleisch lässt sich am besten in dünne 3–5 mm Streifen schneiden, wenn es leicht angefroren ist. Über Nacht im Kühlschrank in der Marinade ziehen lassen. Ich habe es dann bei niedriger Temperatur gedörrt – rund 45 °C, so wie es auch viele Dörr- und Rohkost-Rezepte empfehlen. Bei so niedriger Temperatur dauert das entsprechend lange, gut und gern über einen halben Tag, bis die Streifen biegsam-fest sind und beim Biegen leicht brechen, aber nicht durchbrechen. Aus 500–600 g rohem Fleisch werden am Ende rund 200–250 g Jerky.
Ehrlich zur Lebensmittelsicherheit: Hier gehen die Meinungen auseinander, und das will ich nicht verschweigen. Viele Rezepte - meins eingeschlossen - trocknen Jerky bei niedrigen 40–45 °C. Aus Sicht der Lebensmittelsicherheit ist das aber heikel: In rohem Fleisch können sich Keime wie Salmonellen oder EHEC halten, und so niedrige Temperaturen töten die nicht zuverlässig ab. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du das Fleisch vorab kurz auf eine Kerntemperatur von ca. 71 °C erhitzt (z. B. im Backofen) und es danach trocknest oder gleich bei mindestens 65 °C dörrst. Der Wartmann geht bis 90 °C, das wäre also kein Problem. Wenn du wie ich den Niedrigtemperatur-Weg gehst, dann bitte nur mit ganz frischem Fleisch in guter Qualität und lieber nichts für Schwangere, kleine Kinder oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Vegane Alternative: Statt Rind funktioniert das Ganze auch mit in Streifen geschnittenen Kräuterseitlingen oder Räuchertofu in derselben Marinade (ohne die Sicherheitsfrage beim rohen Fleisch.)
FAZIT ZUM WARTMANN WM-2110 DH TEST
Ich bin richtig zufrieden. Materialtechnisch ist der Wartmann angenehm minimalistisch - fast komplett aus Edelstahl, genau das, was ich wollte. Und in der Praxis hat er sich für mich bewährt.
Was mich selbst überrascht hat: wie viel Spaß mir das macht und wie einfach es ist. So simple Sachen wie Apfelringe einfach selbst zu trocknen und plötzlich habe ich Lust, mehr auszuprobieren und neue, gesunde Snacks für den Kleinen zu machen, bei denen ich genau weiß, was drin ist.
Den größten Teil des Winters wird er vermutlich einfach in der Speisekammer stehen. Aber jetzt hat die Gartensaison angefangen und ich bin selbst gespannt, was wir dieses Jahr noch alles trocknen und verarbeiten.
Wartmann WM-2110 DH
Komplett aus Edelstahl – kein Plastik am Dörrgut
Einschübe aus lebensmittelechtem Edelstahl (Typ 304)
Temperatur gradgenau 25–90 °C
10 Etagen, viel Dörrfläche (~0,8 m²)
Glastür mit Innenlicht – reinschauen ohne Wärmeverlust
FAQs
Wie lange hält selbst gedörrtes Obst und Gemüse?
Richtig durchgetrocknet und luftdicht (z. B. im Glas) gelagert, hält Dörrobst viele Monate. Wichtig ist, dass wirklich keine Restfeuchte mehr drin ist, sonst kann es schimmeln.
Muss ich die Plastik-Dörrfolien kaufen?
Nein. Für feste Sachen reichen die Edelstahl-Gitter. Nur für flüssige Massen wie Fruchtleder brauchst du eine Unterlage - ich nehme ungebleichtes Backpapier ohne PFAS (die Silikon-/PTFE-Folien von Wartmann meide ich, PTFE ist Teflon). Eine komplett plastikfreie Alternative habe ich bisher nicht gefunden.
Ist der Wartmann WM-2110 DH rohkosttauglich?
Ja, er lässt sich ab 25 °C einstellen, du kommst also problemlos unter die 42-°C-Grenze, die in der Rohkost-Küche üblich ist.
Lohnt sich der Stromverbrauch?
Dörren läuft lange, das summiert sich. Durch die doppelwandige Isolierung verbraucht der Wartmann aber deutlich weniger als der Backofen und du machst pro Durchgang gleich mehrere Kilo. Wer regelmäßig dörrt, fährt günstiger als mit gekauftem Trockenobst.
Kann ich verschiedene Sachen gleichzeitig dörren?
Geruchsintensive Sachen (Zwiebeln, Knoblauch) würde ich nicht mit Obst mischen - das überträgt sich. Mehrere Obstsorten oder mehrere Gemüsesorten zusammen sind dagegen kein Problem.
QUELLEN:
Wartmann: Wartmann Dörrautomat WM-2110 DH. https://www.wartmann-deutschland.de/products/wartmann-doerrautomat-wm-2110-dh?variant=50615247470930








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